Broubrou – März 2026

Wenn eine Nachricht ein ganzes Netzwerk bewegt

Broubrou ist ein kleiner Ort. Ruhig. Fast unscheinbar. Doch an diesem Tag pulsiert hier das Leben.

Die Nachricht über unseren Besuch hat sich weit verbreitet. Gesundheitszentren der Region haben informiert, Gemeinden mobilisiert. Frauen machen sich auf den Weg – von weit her, oft früh am Morgen.

Als wir eintreffen, spüren wir sofort: Heute wird ein besonderer Tag.

Auch hier schaffen wir vor Ort die notwendigen Rahmenbedingungen:
Zelte spenden Schatten, Stühle geben den Frauen einen Platz zum Ausruhen, Wasser und kleine Snacks bringen neue Energie.

Diese Momente des Wartens werden so zu Momenten der Gemeinschaft.

Trotz eines leicht verzögerten Starts beginnt unsere Arbeit mit voller Intensität. Das Team arbeitet konzentriert, Hand in Hand. Jede Frau wird gehört, untersucht, ernst genommen.

Am Ende des Tages haben wir 102 Frauen betreut.

Und wieder zeigt sich, wie entscheidend unsere Einsätze sind:

  • Mehrere Frauen erwarten Zwillinge – ohne es zuvor zu wissen
  • Eine Schwangerschaft weist eine Fehlbildung auf
  • Komplikationen mit der Nabelschnur werden erkannt
  • Fälle von Bluthochdruck in der Schwangerschaft werden frühzeitig entdeckt

Doch unsere Arbeit endet nicht mit der Untersuchung.

Die enge Zusammenarbeit mit dem Spital von Tiassalé ist entscheidend.
Denn nur so können wir sicherstellen, dass die Frauen, bei denen Risiken erkannt werden, auch die notwendige medizinische Betreuung erhalten.

Diese Weiterbetreuung ist essenziell – sie macht aus einer Diagnose eine echte Chance.

Was in Broubrou besonders spürbar war:
Es kommen immer mehr Frauen. Die Reichweite wächst. Die Botschaft wird stärker.

Das Vertrauen in unsere Arbeit nimmt zu – von Dorf zu Dorf.

Und genau das zeigt uns:
Wir sind auf dem richtigen Weg. Aber wir dürfen nicht stehen bleiben.

Dieses Projekt ist wichtiger denn je.
Und es muss weitergehen.